Nachmachen erwünscht

oder warum selbstgemachte Marmelade in Afrika helfen kann:

Finn kocht seit Jahren Marmelade, verkauft diese, und spendet die Einnahmen an Cargo Human Care.
Wir haben hier einen Bericht von Finns’ Mutter bekommen, die uns erklärt, wie Finn zu CHC gekommen ist.

„Also: ich arbeite „bei der Cargo“ im Marketing Deutschland. 
Unter anderem organisieren wir dort Veranstaltungen im DE-Bereich, und Finn musste ich immer genau erzählen, was wir bei den verschiedenen Veranstaltungen gemacht haben. Vieles war für ihn ja uninteressant – aber Lose verkaufen zu Gunsten von CHC fand er immer spannend. 
So habe ich ihm dann auch erzählt, was CHC genau ist.
Das war in der St. Martins-Zeit und Finn war gerade 5 Jahre alt.
„St Martin hat seinen Mantel geteilt“ sagte Finn, und wollte deshalb sein Taschengeld teilen. Und genau das hat er dann auch getan. 
Immer die Hälfte in eine extra-Spardose. 
Dabei kam ihm aber nicht genug zusammen und er hat überlegt, wie er mehr Geld „verdienen“ könnte. So hat er am Wochenende Kuchen gebacken und sich bei uns vor die Haustür gesetzt und die Stücke verkauft. Außerdem hat er Sachen gebastelt und zum Muttertag hat er aus unserem Garten die schönsten Pfingstrosen geschnitten und auch an Spaziergänger verkauft.
Dann kam Oma’s Geburtstag. 
Mit einer großen Schachtel Bügelperlenbilder ist er nach Düsseldorf gereist und hat er die Bilder bei der Feier gegen eine Spende verschenkt. So hatte er insgesamt € 54,- zusammen gekommen. Er hat dann noch Geld aus seiner Spardose genommen und die ersten eigenen € 60,- an CHC überwiesen – da war er gerade 6 Jahre alt.

Damals hat er sich gewünscht, dass davon Obst für die Kinder gekauft werden sollte. Nicht mal eine Woche später bekam er Fotos von strahlenden Obst essenden Kindern. 
Dieses direkte Feedback fand er so toll, dass er gleich weiter machte. Zimmer ausmisten, Sachen auf dem Flohmarkt verkaufen, Einnahmen an CHC. 
Da Finn schon als Zwerg gerne mit gekocht hat, wollte er irgendetwas in diese Richtung machen. Kuchen backen brachte zu wenig Geld – also hat er mit Marmelade kochen angefangen. 
Die hat er dann alle zwei Jahre auf unserem Straßenfest verkauft. Im letzten Jahr hätte er noch welche verkaufen dürfen, aber die Einnahmen hätten mit in die Straßenfest-Einnahmen fließen sollen. wovon dann Rindenmulch für die Verkehrsberuhigungsbeete gekauft werden sollte. 
„Mami – in Afrika verhungern Kinder, nur damit wir Rindenmulch auf den Beeten haben?“ Das hat er überhaupt nicht verstanden, und somit keine Marmelade auf dem Straßenfest verkauft. 
Darüber habe ich mit Christopher Biaesch gesprochen, und dieser sagte gleich, dann bekommt Finn einen Stand beim nächsten Bürostadtlauf. 
Und so ist er nach Niederrad gekommen.
Es sind ca € 620,- zusammen gekommen. € 700,- wird er nun überweisen. 
Glücklich … und bestimmt auch ein wenig stolz! 
(Auch wenn er das nie sagen würde ;-))

Motiviert hat ihn immer das direkte Feedback von CHC. Und vor allem die lieben Mails von Fokko! 
Vor 5 Jahren waren wir in Anchorage und Fokko wollte genau zu dieser Zeit ganz kurzfristig ein Bild von Finn für den Jahreskalender haben. 
Das Bild hat er bekommen: Finn mit weit rausgestreckter Zunge nehmen dem Husky vom Iditarod-Start. Diesem hing die Zunge genauso raus. Und Finn wollte das noch machen. Wenige Wochen später kam dann eine Mail von Fokko – aus Anchorage! Fokko am gleichen Platz mit mindestens genauso weit rausgestreckter Zunge neben dem gleichen Hund!
Wenn das nicht motiviert!!!“

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